Heilpraktiker Ausbildung - Thema Herz

Im folgenden werden nun einige allgemeine Informationen zum Thema Herz gegeben. Wir hoffen und wünschen uns, dass Ihnen diese Einführung, ein kleiner Text aus unserem Video-Lehrgang, die nötigen Grundlagen und Grundkenntnisse für dieses Thema im Zusammenhang mit einer Heilpraktiker Ausbildung vermitteln kann und wünschen Ihnen für Ihre Überprüfung beim Gesundheitsamt, die sie hoffentlich mit Bravour ablegen werden, viel Erfolg und alles Gute.

Wir haben uns ja schon in anderen Filmen kennengelernt, trotzdem möchte ich mich noch einmal kurz vorstellen. Mein Name ist Dr. Sabine Szameit, ich bin Fachärztin für Allgemeinmedizin mit einer eigenen Praxis in Salzgitter & freie Mitarbeiterin bei der Heilpraktikerschule Kreawi in Karlsruhe.

Genug der Vorrede, beginnen wir mit unserem Thema. Das Herz (lateinisch cor) ist ein Hohlmuskel. Wichtig beim Herzen sind die sehr guten anamnestischen und körperlichen Untersuchungsmethoden, durch die ein Heilpraktiker sehr viele und durchaus auch schwerwiegende Veränderungen wahrnehmen kann.

Das Herz liegt zwischen den beiden Lungenflügeln im sog. Mittelfellraum oder lateinisch Mediastinum. Hinten grenzt das Herz an Speiseröhre und Aorta, vorn reicht es bis an die Hinterfläche des Brustbeins und sitzt unten dem Zwerchfell auf. Es wiegt beim Erwachsenen ca. 300 g und ist etwas größer „als die Faust der entsprechenden Person”.

Das Herz hat die Form eines Kegels mit abwärts gerichteter Spitze. Das Herz steht nicht vertikal im Brustkorb, sondern schräg. Es ist etwas um seine Längsachse gegen den Uhrzeigersinn gedreht, so dass die rechte Herzkammer nach vorne, die linke mehr nach rückwärts sieht.

Zudem ist die Herzachse im Mediastinum („Mittelfellraum“) gekippt und verläuft von oben hinten nach vorne unten. Hier noch eine Seitenansicht des Brustkorbs von links gesehen, der die Lage des Herzens im Brustkorb noch einmal verdeutlichen soll. Die Herzachse geht von hinten oben rechts nahe der Wirbelsäule nach vorne unten links zu Zwerchfell und Sternum. Das Herz wird an der Basis durch die in die Vorhöfe mündenden großen Venen verankert. Diese mechanische Aufhängung der Herzbasis wird als „Venenkreuz” des Herzens bezeichnet. Den Längsbalken dieses gedachten Kreuzes bilden die obere und untere Hohlvene, die Vena cava superior und die Vena cava inferior. Diese beiden Hohlvenen münden in den rechten Vorhof.

Den Querbalken bilden die vier Lungenvenen, die Venae pulmonales, die, vom rechten bzw. vom linken Lungenflügel kommend, in den linken Herzvorhof münden. Die Herzspitze liegt etwa im 5. Zwischenrippenraum (lalteinisch Interkostalraum; ICR) links neben dem Brustbein.

Der Hohlraum des Herzens wird der Länge nach durch eine Muskelscheidewand (lateinisch Septum) in ein rechtes und ein linkes Herz geteilt. Linkes und rechtes Herz bestehen jeweils aus einem Herzvorhof (lateinisch Atrium) und einer Herzkammer (lateinisch: Ventrikel). Linker und rechter Vorhof sind durch die Vorhofscheidewand, die Kammern durch die Kammerscheidewand voneinander getrennt.

Die Wandstärke der linken Herzkammer ist mit etwa 11 mm deutlich dicker als die Wandstärke der rechten Kammer, die etwa 4 mm beträgt. Die unterschiedliche Wandstärke findet seine Begründung darin, dass die linke Herzkammer das Blut gegen das Hochdrucksystem des Körperkreislaufs, die rechte Herzkammer das Blut nur gegen das Niederdrucksystem des Lungenkreislaufs pumpen muss. Die Vorhöfe nehmen das Blut aus den zum Herzen führenden großen Gefäßen auf, sammeln es und leiten es in die Herzkammern weiter.

Vorhof und Kammer stehen auf der rechten Seite über die dreizipflige Segelklappe (Trikuspidalklappe oder „Tricuspidalis”) miteinander in Verbindung. Vorhof und Kammer der linken Seite verbindet die zweizipflige Segelklappe, die Mitralklappe oder „Mitralis”. Die Ausströmungsöffnungen der Kammern werden durch „Taschenklappen“ oder Semilunarklappen verschlossen.

Aus der rechten Herzkammer fließt das Blut über die Pulmonalklappe in den „kleinen” oder Lungenkreislauf. Aus der linken Kammer fließt das Blut über die Aortenklappe in den „großen” oder Körperkreislauf. Die vier genannten Herzklappen - die Trikuspidal- und die Pulmonalklappe des rechten Herzens sowie die Mitral- und Aortenklappe des linken Herzens, liegen annähernd in der gleichen Ebene, der sog. Ventilebene.

Diese Ventilebene ist ein Bindegewebsgerüst, welches auch als Herzskelett bezeichnet wird. Die bindegewebige Ventilebene mit den Herzklappen trennt die Kammern von den Vorhöfen und isoliert die elektrische Vorhoferregung von der elektrischen Erregung der Kammern. Die Herzklappen sind Ventile, die dazu dienen, den Blutstrom in eine vorgegebene Richtung zu lenken und einen Rückstrom des Blutes zu verhindern.

Die Richtung des Blutstromes wird also durch die Anordnung und Funktion der Herzklappen bestimmt. Über Einzelheiten des Blutkreislaufs werdet Ihr in eurem nächsten Heilpraktiker Ausbildung Lehrfilm über die Gefäße noch mehr erfahren.

Neu: Darüber hinaus bieten wir euch auch ab sofort einen Heilpraktiker Prüfungstrainer auf CD-Rom an, mit dem ihr euch optimal auf eure Heilpraktikerprüfung beim Gesundheitsamt vorbereiten könnt.



Geschrieben vom Autor: alias Heilpraktiker-Ausbildung
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Gelesen: 2047 · heute: 2 · zuletzt: 7. February 2012

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