Webdesign und die Entstehung eines Web-Projekts

Dieses Thema erscheint auf den ersten Blick recht einfach, doch bei näherer Betrachtung erkennt man, dass viele Wege nach Rom führen und nicht alle führen tatsächlich ans Ziel.

Zuerst muss man sich bewusst machen, was man mit seiner Website bewirken will. Ist es eine private Seite, soll der Firmenkatalog online verfügbar sein oder sollen gar Geschäfte über die Website abgewickelt werden können? Ein privater Web-Auftritt kann sehr schlicht, jedoch auch sehr umfangreich und aufwändig gestaltet ausfallen. Gewerbliche Seiten hingegen unterstehen üblicherweise von vornherein einem größeren Umfang an gesetzlichen Pflichten und gesellschaftlichen Gepflogenheiten. Hier muss nicht allein auf ein korrektes Impressum geachtet werden. Auch die Machart der Website sollte den Richtlinien von Accessibility und Usability Rechnung tragen. In einigen europäischen Staaten sind Unternehmen bereits zur barrierearmen Umsetzung ihrer Webseiten gesetzlich verpflichtet. In Österreich sind zur Zeit lediglich Internetseiten von Behörden und Ämtern dazu verpflichtet (spätestens mit 01.01.2008).

Da die fachgerechte Ausführung eines Web-Projektes entsprechende Kenntnisse und aktuelles Fachwissen erfordern, empfiehlt sich in jedem Fall die Beauftragung von Profis. Hier können Sie diesen ein wenig über die Schulter schauen…
Worterklärung:

  • Homepage: Erste Seite einer Website (Startseite)
  • Webseite: Eine einzelne Seite eines Webprojektes
  • Website: Umfasst einen kompletten Internet-Auftritt
  • Webshop: Ermöglicht Warenverkauf über das Internet
  • Accessibility: Zugänglichkeit - Webseiten sollten barrierearm ausgeführt werden um auch Personen mit eingeschränkten Fähigkeiten und Behinderungen den Zugang zu den Informationen zu gewähren.
  • Usability: Benutzbarkeit - Informationen auf Websites sollten einfach zu finden und zu erfassen sein. Dies beinhaltet eine ausgeklügelte und einfache Navigation und eine durchdachte Gliederung der Inhalte.

Beginn des Projektes

Am Beginn eines Projektes steht nach Möglichkeit ein persönliches und ausführliches Gespräch mit dem Kunden. Hier wird über die Vorstellungen und Wünsche gesprochen. Auch Erfahrungen und Ängste des Kunden betreffend eines solchen Projektes dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Um die Vorlieben betreffend Design und Bedienung der künftigen Website zu erfassen sollte man sich gemeinsam mit dem Kunden Referenzprojekte am Computer oder in entsprechenden Referenzbüchern ansehen.

Gerade weil hier viel Gespür und Feingefühl notwendig sind und auch die Gestaltung des Büros wichtige Hinweise auf die Vorlieben und den Geschmack des Kunden geben können sollte das Gespräch nicht beim Webdesigner oder in einem Café stattfinden, sondern beim Kunden selbst. Der Kontakt via E-Mail oder Telefon sind dafür nur ein schwacher Ersatz.

Das Design

Hat man einmal genügend Informationen gesammelt beginnt der Designprozess. Dieser kann je nach gewünschtem Aufwand des Designs viel Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen. Ob man nun mit Skizzen von Bleistift auf Papier oder direkt am Computer beginnt ist Geschmacksache. Jedoch sollte das Design nicht mit der Grafik, sondern mit den zu erwartenden Inhalten beginnen. Mittels Mindmaps und ähnlicher Hilfsmittel werden diese gegliedert und strukturiert. Je besser dies gelingt um so mehr profitiert die Usability davon.

Erst wenn die Frage der Gliederung geklärt wurde nimmt man die grafische Aufbereitung in Angriff. Die Zeiten der geradlinigen “Kasten- und Kästchenseiten” sind vorbei, inzwischen ermöglichen aktuelle Internettechnologien ein weitaus freieres Gestaltungsspektrum als früher. Trotz dieser Freiheit sollte man diese nicht übertreiben. Der gezielte Einsatz von durchdachten Stilelementen zahlt sich aus solange man bedenkt, dass es im Normalfall auf den Inhalt ankommt und das Design diesen lediglich unterstreichen soll. Schlechtes Design wurde dann produziert, wenn es entgegen Accessibility und Usability wirkt. Auf Deutsch heißt das, dass es unter anderem den Lesefluss beeinträchtigt und das rasche Auffinden von Informationen verhindert.

Wichtig ist es selbstverständlich auch, den Kunden von Anfang an in den Gestaltungsprozess mit einzubeziehen, da nichts schlimmer sein kann, als den Designprozess immer wieder von Neuem beginnen zu müssen. Es sollte aber immer abgewogen werden, in welchem Stadium das Design vorzeigbar ist, denn ein unfertiges Design kann oft täuschen.

Hinter den Kulissen

Das Design ist lediglich die Spitze des Eisbergs. Ein großer Teil des Projektes verbirgt sich jedoch unter der Oberfläche. Weder der Kunde, noch dessen Seitenbesucher werden mehr als die Oberfläche zu Gesicht bekommen. Es ist also schwer, dem Kunden etwas zu verkaufen, das er selbst gar nicht wahrnimmt. Viele Webdesigner erklären gerne die Vorteile von XHTML, CSS, PHP, usw. doch einem Kunden ist damit nicht geholfen, da diesem normalerweise das Fachwissen fehlt, weshalb sonst sollte dieser sonst einen Webdesigner beauftragen. Den Kunden interessiert normalerweise eher, was die Website schließlich bietet.

Was bietet also eine gelungene Website? Gelungene Webites benötigen nicht nur weniger Arbeit wenn eine Änderung an Grafik oder Inhalt nötig sind, sie sind auch benutzerfreundlicher und bietet somit auch eine gute Oberfläche für die Seitenbesucher. Auch die Investitionen muss der Kunde sicher angelegt wissen. Ein zufriedener Kunde bleibt einem üblicherweise erhalten, trotzdem ist es jedem Kunden wichtig, dass seine Investitionen nicht verloren sind wenn er den Webdesigner wechseln will oder dieser seine Dienste einstellen sollte. Arbeitet ein Webdesigner daher mit den aktuellen Internetstandards, so sollte notfalls jeder andere gute Webdesigner die Arbeit ebenso fortführen können.

Viele Webdesigner sind Einzelkämpfer und müssen daher alleBereiche des Webdesigns von der Gestaltung, der Grafik bishin zu Programmierung und Verwaltungsaufgaben alles beherrschen. Da jeder dieser Aufgabengebiete mittlerweile bereits einen großen Umfang an Wissen voraussetzt ist es kaum möglich all diese Bereiche gleichermaßen gut abdecken zu können. Idealerweise sollte sich ein Webdesign-Büro daher diese Aufgaben unter verschiedenen Mitarbeitern aufteilen.

Mitarbeit des Kunden

Ein Webprojekt soll immer den Kunden repräsentieren, sei es nun eine Privatperson, ein Produkt oder ein Unternehmen. Der Webdesigner kann lediglich die Oberfläche zur Verfügung stellen, doch die Inhalte muss der Kunde selbst zur Verfügung stellen. Viele Kunden vergessen das nur zu gerne und sind bei der Aufklärung des ersten Gespräches doch überrascht, dass sie ein Internet-Projekt nicht einfach in Auftrag geben und dann vergessen können. Ganz im Gegenteil, ein solches Projekt verlangt auch dem Kunden selbst einiges an tatkräftiger Mitarbeit ab. Es kommt schließlich ganz entscheidend auf die Inhalte an. Nur wenn der Inhalt stimmt, kommen auch die Seitenbesucher und nur dann wird man zum “Liebling der Suchmaschinen”.

Da gutes Webdesign auch gute Inhalte mit webgerechter Aufbereitung erfordert, gehören auch redaktionelle Aufgaben zum Können eines guten Webdesigners. Das wiederum bedeutet, dass der Kunde betreffend der Lieferung von Inhalten alleine gelassen wird. Von der Kontrolle und webgerechten Aufbereitung von Textinhalten bishin zur professionellen Retusche von Fotos und Aufbereitung von Daten als Diagramme und Grafiken ist hier vieles möglich.

Projektabschluss

Einen tatsächlichen Projektabschluss kennt eine gute Website nicht, da sich diese ständig weiterentwickelt und wandelt. Daher wird in diesem Fall meist in Projektabschnitte und Versionen gegliedert, wie dies auch bei Computerprogrammen der Fall ist. Anfangs wird dem Kunden eine Online-Version möglichst noch am Server des Webdesigners zur Verfügung gestellt. Mittels Passworteingabe erhält dieser die Möglichkeit, durch seine künftige Website zu surfen und noch kleine Korrekturvorschläge und sonstige Kritik an den Webdesigner zu übermitteln. Gibt der Kunde schließlich die Website zur Veröffentlichung frei, werden die Daten schließlich auf den Server den der Kunde hierfür bereitstellt, geladen. Sollte der Kunde noch über keinen Webserver oder einen gemieteten Speicherplatz verfügen so hilft auch hier der Webdesigner gerne weiter.

Über den Author

Mein Name ist Michael Aringer und ich bin Art Director und Verantwortlicher für PR bei Webstein-New Media Services in Wien. Webstein (Webdesign Wien) bietet Webdesign, Grafik und Multimedia mit Qualität und Stil. Unser Leitsatz lautet: “Wir verhelfen Ihren Ideen zum Durchbruch”. Das drückt unseren Grundgedanken gut aus, denn wir stellen unser Know-How zur Verfügung um Ihnen die Umsetzung Ihrer Ideen am Bildschirm oder als Druck zu ermöglichen.

Webstein aus Wien ist ein Team dreier engagierter Webdesigner, die jeweils auf bestimmte Aspekte des Webdesigns spezialisiert sind. So kann Webstein - New Media Services jeden Bereich des Webdesigns mit Qualität abdecken. Besuchen Sie einfach unsere Website (www.webstein.at) und Informieren Sie sich über unsere Dienstleistungen. Entfliehen Sie der Steinzeit des Internet und nutzen Sie unsere kostenlose Beratung.

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Geschrieben vom Autor: alias Webstein Webdesign Wien
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Gelesen: 2138 · heute: 3 · zuletzt: 8. February 2012

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