Kommt die Web2.0 Blase?
Die Web2.0 Blase kommt! Diese Schlagzeile liest man mittlerweile in immer mehr so genannten seriösen Nachrichtenmagazinen.
Dass diese Aussage absolut nicht stimmt und auf schlechte Recherche deutet wird nun in diesem Artikel bewiesen werden.
Meistens wird die Nachricht bei dieser Aussage darauf gestützt, dass wieder mehr Geld in das Internet investiert wird, genau wie vor dem ersten New Economy Crash im Jahr 2001.
Doch anstatt wie früher das Geld einfach in alle möglichen Projekte zu pumpen, die irgendetwas mit dem Internet zu tun haben, sind die Investoren diesmal vorsichtiger und unterstützen nur Projekte die höchstwahrscheinlich ein einkommengenerierendes Geschäftsmodell haben.
Auch teilen sich die Investitionen auf viel mehr Projekte auf als noch zur „Bubblezeit“. Während früher einige wenige Projekte mit hohen Millionenbeträgen ausgestattet wurden, gibt es nun viele kleinere Start-Ups, auf die das Geld aufgeteilt wird. So haben viele Ideen die Chance zum Durchbruch zu kommen.
Ein sehr gutes Beispiel dafür, dass das Web2.0 nicht zur Bubble2.0 führen muss sind die Internet Tauschplattformen, von denen es in Deutschland mittlerweile ungefähr ein Dutzend gibt.
Bei diesen können angemeldete Mitglieder verschiedene Mediengüter, z.B. Action DVDs oder Hörbücher miteinander tauschen. Da beim Tauschvorgang die Originalware (d.h. Das eigentliche physische Produkt, mit CD, etc.) verschickt wird spielt sich auch alles im legalen Rahmen ab. Bei jedem Tausch erhalten die Plattformen (die größte in Europa ist Hitflip mit mehr als 150.000 Mitgliedern) hierbei eine Gebühr, durch die sie ihren Betrieb finanzieren.
Dieses Modell ist nur eines von vielen, die nicht nur gut anzusehen sind (wie es bei vielen Projekten der Bubble 1.0 der Fall war), sondern auch Umsätze generieren.
Die Tauschplattformen stellen hierbei eine echte Alternative zu Marktplätzen wie eBay und Amazon dar und sollten von jedem mal getestet werden. Das Web2.0 bringt also definitiv auch sich selbst tragende Ideen und Projekte hervor, wie man an diesem Beispiel sehr gut sehen kann.
Geschrieben vom Autor: Werner Frisch alias FrischWerner
E-Mail Adresse: werner.frisch (at) gmx.net
Gelesen: 1131 · heute: 4 · zuletzt: 6. February 2012
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