Warmes Wasser durch Solarenergie

Heute gehört die die automatische Warmwasserbereitung im Haus zu den selbstverständlichen Ansprüchen von modernem und komfortablem Wohnen.

Für uns ist es völlig normal, dass am Waschtisch der Dusche oder der Badwanne warmes Wasser zur Verfügung steht, ohne das wir uns da groß Gedanken machen wo es herkommt und was es kostet.

Aber auch hier können Bauherren und Hausbesitzer aktiven Umweltschutz betreiben.

Je nach Anlagenart unterscheiden wir zwischen einer zentralen Warmwasserversorgung und einer dezentralen Anlagentechnik. Bei der zentralen Versorgung wird das Warmwasser in einem Speicher erzeugt der von der Heizungsanlage beheizt wird.

Zentrale Warmwasserversorgung eignet sich vor allem auch in größeren Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern. Bei Mehrfamilienhäusern muss beachtet werden das entsprechende Einrichtungen zur Erfassung des Wärmebedarfs der Warmwasserbereitung vorgesehen sind.

Dezentrale Systeme werden häufig als Durchlaufsysteme in Elektrodurchlauferhitzern verwendet und sind für kleinere Wohneinheiten gut geeignet.

Ein Vorteil der zentralen Warmwasserbereitung ist der Komfort, da jederzeit an den Zapfstellen das warme Wasser zur Verfügung gestellt wird. Abgesehen von der komfortablen Nutzung derartiger Systeme, bieten Sie die Möglichkeit eine thermische Solaranlage relativ einfach in die vorhandene Heizungsanlage einzubinden.

Berücksichtigt man das eine Person zwischen 20 und 60 Liter am Tag an warmen Wasser benötigt, so macht diese Menge einen nicht unerheblichen Anteil am gesamt Heizwärmebedarf aus. In einem normalen Einfamilienhaus beträgt der Anteil der Heizenergie für den Warmwasserbedarf ca. 10%.

Bei Niedrig-Energiehäusern, wie wir sie durch den neuen Wärmepass in Zukunft immer häufiger antreffen, kann dieser Anteil wegen des geringeren gesamt Heizwärmebedarfs auf bis zu 30% steigen.

Bindet man in seine vorhandene Heizungsanlage nun eine thermische Solaranlage ein, so lassen sich mit der Solaranlage zwischen 50 – 60 % des Heizenergiebedarfs für die Warmwasserbereitung einsparen.

Bei einem kleinen Einfamilienhaus macht das schnell 200€ im Jahr aus.

Nun sind natürlich die Investitionskosten für thermische Solaranlagen nicht gerade gering. Je nach Anlagentechnik muss man mit 500 -1000 € / pro m² Kollektorfläche rechnen, komplexe Solaranlagen, mit Pufferspeicher und Schichtspeicher sowie technisch modernen Solarregelanlagen können auch deutlich teurer werden.

Im Normalfall haben sich derartige Anlagen nach 10 bis 15 Jahren amortisiert, durch steigende Öl und Gaspreise dürften diese Amortisationszeiten allerdings deutlich unter die 10 Jahre sinken. Hinzu kommt noch das Vater Staat die Förderung von Solaranlagen auch im Jahre 2007 deutlich angehoben hat.

Bauherren die jetzt planen eine thermische Solaranlage einzubauen, sollte sich die Fördergelder schnell sichern bevor die Töpfe leer sind.



Geschrieben vom Autor: alias bangolo
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Gelesen: 2019 · heute: 4 · zuletzt: 8. September 2010

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