Sandstrahlen

Der größte Feind eines jeden der sich mit Metallen und Blechen beschäftigt ist und bleibt der Rost. Während hier nun in heimischen Garagen gerne mit Schleifvorsätzen für die Bohrmaschine, dem Winkelschleifer oder gar ganz klassisch mit Schleifpapier dem Übel versucht wird Herr zu werden, entscheiden sich Profis für die Sandstrahlentrostung. Es geht schneller, greift die Oberfläche nicht ungleichmäßig an und erlaubt es dem Anwender auch große Flächen mühelos zu bearbeiten.

Während man mit der herkömmlichen Methode oft, gerade in den Ecken schnell an die Grenze der eigenen Willenskraft und der Möglichkeiten die das Arbeitsgerät bietet stößt, trumpft das Sandstrahlen erst so richtig auf.

Kein Rost oder alter Lack kann sich der mit Luftdruck in Bewegung gebrachten Sandkörner lange widersetzen. Selbst alte Benzintanks die im inneren, wo keine Bohrmaschine und auch kein Schleifpapier hin kommt, Rost angesetzt haben, können durch Sandstrahlentrostung wieder ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt werden.

Es ist aber auch Vorsicht geboten. Bei starkem Rostbefall kann es aufgrund zu beherztem Einsatz auch schnell zu Beulen oder Löchern im Blech kommen. Ein Profi begutachtet deshalb vorher das zu bearbeitende Werkstück sehr ausführlich und wählt die zu benutzende Körnung und den aufzubringenden Luftdruck entsprechend aus.

Bei besonders dünnen Blechen und filigranen Werkstücken hat er auch die Möglichkeit nicht Sand sondern, zum Beispiel Glasperlen, Keramik oder Kunststoff zu verwenden. In jedem Fall ist das Ergebnis eine saubere glatte Oberfläche, die sofort weiterverarbeitet werden kann.

Das Sandstrahlen wird aber nicht nur zur Entrostung und Entlackung verwendet, sondern findet auch im Bereich der Zahntechnik Anwendung um die Werkstücke zu reinigen. Auch an Gebäuden wird heute im Rahmen einer Sanierung das Sandstrahlen zum Entfernen alter Anstriche genutzt. Der einzige wirklich Nachteil ist das Staubaufkommen, das ein zusätzliches Abdichten sämtlicher Türen und Fenster nötig macht. Das Tragen eines Mundschutzes und entsprechender Schutzkleidung ist unbedingt anzuraten.



Geschrieben vom Autor: alias Themenrelevant
E-Mail Adresse:

Gelesen: 1721 · heute: 2 · zuletzt: 7. September 2010

Weitere Infos zum Artikel Autor: Themenrelevant

Artkel mit verwandten Tags (Keywords, Suchbegriffe)
, , ,
Ähnliche Artikel:
keine ähnlichen Artikel vorhanden

nach oben