Künftige Bauherren sollten anfallende Nebenkosten nicht ignorieren
Nicht selten kommt es vor, dass einem Käufer in spe ein schnuckeliges Reihenhäuschen außerordentlich günstig erscheint. Der Preis ist gut, daher wird sofort einem Kauf zugestimmt.
Was bei der Baufinanzierung nicht beachtet wurde, sind die anfallenden Nebenkosten, die in vielen Fällen völlig unberücksichtigt bleiben und die eine Finanzierung schnell gefährden können.
Denn die Nebenkosten belaufen sich schnell auf fünf bis zehn Prozent. Deshalb sollten sowohl Bauherren als auch Käufer anfallende Gebühren und sonstige Extras immer fest in ihre Finanzierungsstrategie mit einbauen. Eine erhebliche Belastung stellen insbesondere die Notargebühren und die Maklercourtage dar.
Makler verlangen nicht selten 6,6 Prozent für ihre Dienste, für den Notar und die Eintragung ins Grundbuch müssen letztlich noch einmal rund 1,5 Prozent aufgebracht werden. Nicht zu vergessen die Grundsteuer, die als Bestandteil einer Baufinanzierung mit 3,5 Prozent zu Buche schlägt.
Wer hier sicher gehen will, sollte diese Nebenkosten stets aus dem Eigenkapital bezahlen. Wer die Nebenkosten auch noch mit einem Kredit tilgen muss, fährt schlecht, denn in diesem Fall müssen zusätzliche Kosten aufgewendet werden.
Nicht zu vergessen die manchmal enormen Renovierungskosten bei Altbauten, die oftmals erst nach Jahren auf den Bauherren zukommen. Wird dann noch ein dritter Kredit benötigt, fehlt es in den meisten Fällen an der nötigen Bonität.
Grundsätzlich muss bedacht werden, dass jede Immobilie aus zweiter Hand reichliche Reparaturkosten aufwirft. Wem dann das nötige “Kleingeld” fehlt, hat schnell auf Sand gebaut. Von daher sollte man sich mit seiner Wunsch-Immobilien nicht verausgaben und auch nicht zu viel Eigenkapital in die Waagschale werfen - auch wenn es die Bank verlangt. Vorteilhafter ist es, einige zeit zu warten, bis sich eine gewisse Finanzreserve angesammelt hat. Diese sollte dann für die nötigen Reparaturen und Instandhaltungen aufgewendet werden.
Geschrieben vom Autor: Sebastian Brinzing alias Sebby
E-Mail Adresse: sebastian.brinzing (at) gmx.de
Gelesen: 1436 · heute: 2 · zuletzt: 8. February 2012
Weitere Infos zum Artikel Autor: Sebby