Geld sicher anlegen
Wer sich mehr als Sparer denn als Anleger einordnet, also in erster Linie auf festverzinsliche Anlageformen setzt, für den steht die Sicherheit seines angelegten Geldes meist an erster Stelle. Doch was ist wirklich sicher und bringt gleichzeitig auch noch Zinsen, die diese Bezeichnung auch verdient haben? Früher fiel den meisten Sparern bei dieser Frage nur das Sparbuch ein und selbst heute liegen deutschlandweit noch über 500 Milliarden Euro auf teilweise mickrig verzinsten Sparbüchern und sorgen so noch nicht einmal für den nötigen Inflationsausgleich. Dafür sind seit einigen Jahren zwei andere Sparformen auf dem Vormarsch, die diesen Zinsnachteil auszugleichen wissen: Tagesgeld und Festgeld. Dabei stellt das Tagesgeld den eigentlichen Gegenpart zum Sparbuch dar, denn man kann täglich über sein angelegtes Geld verfügen. Schon das ist ein großer Unterschied, denn bei den meisten Sparbüchern ist die Verfügbarkeit auf 2.500 Euro pro Monat begrenzt und darüber hinausgehende Abhebungen müssen im Voraus angekündigt werden. Hinsichtlich der Verfügbarkeit hat das Tagesgeld also die Nase vorn. Beim Festgeld sieht die Sache etwas anders aus, denn hier kann der Anleger nur nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit über sein angelegtes Geld verfügen. Dafür sind im Vergleich zum Tagesgeld die Zinsen während der gesamten Laufzeit fest vereinbart, während Tagesgeld-Zinsen von den Banken beliebig geändert werden dürfen. Eine aktuelle Übersicht der Zinsen aufs Tagesgeld liefert ein kurzer Zinsvergleich im Internet. Was die Sicherheit angelangt, so muss man unterscheiden zwischen deutschen Banken und Sparkassen, die einem der Einlagensicherungsfonds angehören, inländischen Kreditinstituten, die keinem der Sicherungsfonds angehören und ausländischen Kreditinstituten, bei welchen fast immer nur die staatlichen Sicherungsgrenzen greifen. Bei inländischen Kreditinstituten, die Kundengelder und Zinsen über einen der Einlagensicherungsfonds absichern, kann der Kunde von einer absolut sicheren Geldanlage ausgehen. Ist ein inländisches Kreditinstitut in keinem der Sicherungsfonds, gilt lediglich die staatliche Einlagensicherung von 90 Prozent für maximal 20.000 Euro. Bei ausländischen Banken gelten ähnliche Sicherungsgrenzen. Daher können wir nur empfehlen, Tagesgeld oder Festgeld nur bei einem inländischen Kreditinstitut mit Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds anzulegen, oder bei ausländischen Banken nur maximal so viel Geld anzulegen, wie zu einhundert Prozent gesetzlich abgesichert ist. Denn hundertprozentige Sicherheit ist etwas, was Anleger von einer solchen Anlageform erwarten dürfen. Im Falle einer Bankeninsolvenz nur neunzig Prozent seiner Einlagen zurückzubekommen, wirft einen Sparer bei vier Prozent Guthabenzinsen um rund 2,5 Jahre zurück, ist also undiskutabel. Daher gilt: Tagesgeld und Festgeld sind beides absolut sichere Anlageformen, sofern die kontoführende Bank in einem der Sicherungsfonds ist, oder die staatlichen Höchstgrenzen für die Einlagensicherung beachtet werden.
Geschrieben vom Autor: Daniel Franke alias DF
E-Mail Adresse: info (at) franke-media.net
Gelesen: 1848 · heute: 2 · zuletzt: 7. February 2012
Weitere Infos zum Artikel Autor: DF