Der Dispokredit im Vergleich
Nahezu alle Banken bieten auf dem Girokonto einen Dispositionskredit. Dieser wird vergeben, sofern auf dem Girokonto regelmäßig Gehaltszahlungen eingehen. Der Dispositionskredit ist eine Kreditlinie, bis zu der der Kunde sein Konto überziehen kann. Sie ist revolvierend, sie kann also auch nach Tilgung jederzeit wieder in Anspruch genommen werden. Für die Tilgung des Kredites wird keine feste Rate vereinbart, wie dies bei anderen Krediten der Fall ist, vielmehr erfolgt die Rückführung über die regelmäßigen Geldeingänge.
Die Vergabe des Kredites erfolgt bei den meisten Banken mittlerweile automatisiert, es ist also kein Antrag des Kunden mehr nötig. Die Höhe des Dispositionskredites richtet sich nach dem Nettoeinkommen des Kunden. Meist wird er über das Dreifache, in einigen Fällen auch nur über das Doppelte dessen vergeben. Durch die Automatisierung wird das Dispo-Limit bei einer Gehaltserhöhung entsprechend nach oben angepasst, bei einer Senkung des Lohnes oder bei Arbeitslosigkeit wird es allerdings ebenso schnell gesenkt.
Da für den Dispositionskredit kein Antrag zu stellen ist, kann er kurzfristig genutzt werden. Gerade für Kunden, die ein gutes Angebot eines Händlers nutzen wollen oder kurzfristig Geldprobleme haben, bietet sich dieser Kredit an. Auch dieser Kredit ist ein Ratenkredit, die Kredithöhe ist hier jedoch auf 3.500 Euro begrenzt.
Aufgrund seiner Flexibilität ist der Dispositionskredit allerdings der teuerste aller Kredite. Sein Zinssatz liegt nicht selten über 15% p.a., lediglich Direktbanken vergeben ihn bereits ab 8% p.a.
Kunden, die den Dispositionskredit in Anspruch genommen haben sollten daher in Erwägung ziehen, ob eine Umschuldung in einen anderen Kredit, zum Beispiel einen Ratenkredit, möglich ist. Dieser wird dann in festen Raten zurückgezahlt, was die Übersichtlichkeit erhöht.
Viele Banken kündigen den Dispositionskredit bei negativer Schufa. Hier besteht die Möglichkeit der Umschuldung nur über ausländische Institute, die einen Kredit ohne Schufa anbieten.
Geschrieben vom Autor: Thomas Trimmel alias Trimmel
E-Mail Adresse: thomas (at) viaki.com
Gelesen: 1564 · heute: 3 · zuletzt: 3. February 2012
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