Verteidigungsinstrumente einer Burg

Die Motten, hölzerne Turmburgen, waren die Vorgänger der Burganlagen in Europa. Sie wurden entweder auf einem Hügel oder Felsen gebaut, oder es wurde ein künstlicher Hügel aufgeschüttet. Dieser Turm hatte einen erhöhten Eingang, sodass sich die Bewohner in ihm verschanzen konnten. Das Obergeschoss war meist hervorkragend und der Bau selbst war von einem schützenden Palisadenzaun umgeben. Angreifer waren gezwungen, den steilen Hügel zu Fuß zu erklimmen, wobei sie bereits einen Großteil ihrer Kraft verbrauchten, um dann den Verteidigern der Motten im Schwertkampf gegenüberzustehen. Da die Motten aufgrund ihrer hölzernen Bauweise sehr feueranfällig waren und mit der Entwicklung besserer Waffen als Schutz nicht mehr ausreichten, gibt es in Europa nur noch wenige erhaltene Reste von ihnen.

Bis zum 11.Jahrhundert dominierte im Anschluss der Donjon, ein rechteckiger Steinbau, der zur Verteidigung nur den erhöhten Eingang besaß. Diese ersten Burganlagen reichten aber bald auch nicht mehr zur Verteidigung aus, es begann die Zeit der mittelalterlichen Burgen, die meist nach einem einzigen Schema errichtet wurden, welches aus Verteidigungsanlagen, Wirtschaftsbereich und Wohnbau bestand.

Mit der Auswahl des Bauplatzes fing die Kunst der Verteidigung an. Der Bau auf schlecht zugänglichen Felsen oder steilen Bergen machte die Burg schwer angreifbar und signalisierte gleichzeitig die Herrschaftsansprüche der Erbauer in der Region. In ebenen Geländen wurde diese Schwäche durch Gräben, Wälle und Mauern oder auch breite Wasserflächen ausgeglichen.

Das markanteste Merkmal dieser mittelalterlichen Burgen ist der Bergfried, der Hauptturm als Ausguck und letzte Zufluchtsmöglichkeit. Ein Bergfried war nicht bewohnt, hatte einen Eingang über eine steile Treppe im Obergeschoss und war aus bis zu 3 Meter dicken Mauern gearbeitet.

Bei der Herstellung und Entwicklung im Rollenspielbereich orientiert man sich im Produktdesign noch heute an der Ausgereiftheit und Perfektion damaliger Verteidigungsanlagen, welche teilweise noch nicht vollständig erforscht sind.



Geschrieben vom Autor: alias dukasi
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Gelesen: 1720 · heute: 3 · zuletzt: 8. February 2012

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