Claude Monet – ein Meister der subtilen Variation

Der französische Maler Claude Monet wurde 1840 in Paris geboren und starb 1926 in Giverny. Er gilt als Hauptvertreter des französischen Impressionismus. Besonders berühmt und in zahlreichen Publikationen und Reproduktionen verbreitet sind die verschiedenen Variationen seiner Seerosenbilder und seiner Kathedralen.

Doch was macht die Besonderheit dieser Motive aus? Warum ist es so spannend, Variationen ein und desselben Motivs zu betrachten? Das Geheimnis liegt im Prinzip impressionistischer Malerei.

Gemeinsam mit seinem Freund, dem Maler Auguste Renoir, revolutionierte Claude Monet die Freilichtmalerei, indem er bemüht war, den tatsächlichen optischen Eindruck einer Landschaft oder eines Objektes auf die Leinwand zu bannen.

Seine akribischen Untersuchungen der Lichtverhältnisse, die sich im Laufe eines Tages ununterbrochen verändern, führten ihn zur Entdeckung unterschiedlichster Farbwirkungen des betrachteten Objektes. So belegte Monet anhand seiner Reihe „Kathedrale von Rouen“, die zwischen 1891 und 1894 entstand, den Einfluss des Lichts auf die Erscheinung der Farbigkeit, etwa zu unterschiedlichen Tageszeiten.
So wurde das vermeintlich einfarbige Gemäuer der in fragmentarischen Ausschnitten porträtierten Kathedrale mal von einem sonnigen Ocker, mal von changierenden Rosa- und Violetttönen dominiert. Doch Monet gab sich nicht mit der vordergründigen Farbwirkung zufrieden.

Er analysierte die Brechung des Lichts auf der Oberfläche bis auf den kleinsten Punkt. Und genauso setzte er das Motiv auf der Leinwand wieder zusammen, was den typischen impressionistischen Stil ausmacht. Schaut man sich Detailaufnahmen der Kathedralen-Versionen an wird deutlich, aus wie vielen unterschiedlichen und sogar kontrastreichen Farben sich ein scheinbar homogener Farbeindruck zusammensetzt.

Diesen farblichen Facettenreichtum kann man bei Kunstdrucken gezielt unterstreichen, indem man verschieden farbige Bilderrahmen ausprobiert, die den einen oder anderen Farbwert besonders hervorheben. Sie werden sich über die Wirkung wundern!



Geschrieben vom Autor: alias Elke
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Gelesen: 1240 · heute: 2 · zuletzt: 4. February 2012

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