Enterprise Content Management (ECM)
Das Enterprise Content Management (ECM) befasst sich mit den Technologien der Erfassung, Verwaltung, Bewahrung, Speicherung und Bereitstellung von Dokumenten und Content (Inhalten), wodurch organisatorische Prozesse im Unternehmen unterstützt werden sollen.
Im eigentlichen Sinne ist der Begriff Enterprise Content Management (ECM) ein Kunstwort, da es die Aufgaben, Lösungen, Produkte und eine Branche zu beschreibt. Enterprise im Enterprise Content Management steht für eine nutzbare Lösung, die alle Zugangs- und Bearbeitungsrechte eines Unternehmen einhält.
Des Weiteren, dehnt sich Enterprise auf Unternehmen in einem weiten Sinne aus, wie zum Beispiel: Vereine, private Projekte oder Anstalten des öffentlichen Rechts. In elektronischen Systemen stehen die Begriffe Content für beliebige Inhalte und Management wird im weitesten Sinne für die Verarbeitung, Verwaltung und Kontrollen für Systeme verwendet.
Die Versuche ECM in das Deutsche zu übersetzen, missglückten immer wieder, da sie den Kern des Konzepts nie treffen. Einige Versuche waren Unternehmenscontentverwaltung oder Unternehmensinhaltsmanagement.
Auf den ersten Blick ist das ECM eine Transformation von schon bestehenden Technologien bzw. von Martketing-Aussagen. Auch die Studie der AIIM International tut sich mit der Abgrenzung sehr schwer. Der Dachverband von Dokumenten-Technologien hat schon mehrmals versucht, das ECM zu definieren. Mit der ersten Definition im Jahre 2001 wurde das ECM öfter neu interpretiert und wurde mit anderen Inhalten ausgestattet.
Beim ECM geht es nicht nur um weborientierte Außenwirkungen, sondern auch um die Erschließung von allen strukturierten und unstrukturierten Informationen eines Unternehmens.
Wenn man nun also die Definition des Enterprise Content Managements betrachtet, fällt auf, dass die vorhandenen Unterschiede zum Web Content Management (WCM) nicht länger aufrechterhalten werden könnten. Man kann also weder die Produkte, noch die Nutzungsmodelle oder technischen Plattformen beibehalten. Heute ist es noch eine Inhouse-Lösung - in der Zukunft soll es jedoch Partnern und Kunden zugänglich sein.
Die Inhalte und Strukturen von Enterprise Portale (Unternehmensportale) sollen die Plattform für eine interne Informationsbereitstellung werden. So sieht z.B. der Anwender nicht mehr, dass er mit der Lösung von ECM arbeitet. Der Ablauf ist in 3 Komponenten aufgeteilt.
Die Komponenten des Enterprise Content Management (ECM) sollen:
- als unabhängige Dienste arbeiten
- ein einheitliches Repository für jeden Typ von Information bieten und
- alle Komponenten werden durch das Enterprise Application Integration miteinander verbunden.
Das ECM wird tatsächlich nur dann funktionieren, wenn niemand merkt, dass er mit einer ECM-Lösung arbeitet. Die Technologien vom Enterprise Content Management sind eine Infrastruktur, welche Fachanwendungen als nachgeordnete Dienste unterstützen werden.
Geschrieben vom Autor: Cedric Sturm alias Cedric Sturm
E-Mail Adresse: caraeurope.csturm (at) googlemail.com
Gelesen: 1919 · heute: 2 · zuletzt: 8. February 2012
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